Tapeten entfernen in maximaler Geschwindigkeit

TIPP: Müssen Sie neben dem Tapetenentfernen auch Türen usw. lackieren? Dann unbedingt zuerst die Tapeten entfernen und alle anderen Arbeiten erledigen, die Dreck machen. So ersparen Sie es sich , die Lackarbeiten evtl. ein zweites Mal durchführen zu müssen.

 

Benötigtes Material

Für das schnelle Entfernen von Tapeten benötigen Sie

1. eine große Flasche Spülmittel

2. eine 500g-Packung Tapetenkleister (klingt komisch, aber wird später erklärt)

3. einen Spachtel

4. einen Quast

5. eine Stachelwalze

6. einen großen Eimer (10 Liter)

7. große und stabile blaue Müllsäcke. Mindestens zwei pro 15qm-Zimmer.

8. eine Abdeckplane pro Zimmer (möglichst stabile und fester aufliegende, also nicht die billigste Plane kaufen!)

9. breites Klebeband

10. einen Kaffeebecher

11. genug Getränke und Kaffee, belegte Brötchen und Geduld

 

 

Loslegen

 

1. Fußleisten abnehmen falls abnehmbar und wenn sich dahinter Tapete befindet.

 

2. Decken Sie den Fußboden mit einer Abdeckplane ab und befestigen Sie diese gründlich an den Zimmerrändern. Das erspart Ihnen am Ende eine mühsame Bodenreinigung.

 

3. Füllen Sie 10 Liter warmes bis heißes Wasser in einen Eimer und gießen Sie einen halben Kaffeebecher Spülmittel hinzu und rühren um bis es sich gut verteilt hat und schütten Sie dann einen halben Kaffeebecher Tapetenkleisterpulver in den Eimer und rühren um bis sich eine etwa dickflüssige, leicht schaumige Flüssigkeit gebildet hat. Sie werden feststellen, dass die Spüli-Kleister-Masse eben dickflüssig, jedoch nicht klebrig ist. Genau so soll es sein.

 

4. Tragen Sie die Spüli-Kleister-Masse mit einem Quast gleichmäßig und satt auf die Tapete auf. Der Mix aus Kleister und Spüli bewirkt, dass die Flüssigkeit nicht sofort wieder an der Wand hinunterläuft und das Spüli überhaupt erst die Gelegenheit hat seine tapetenlösende Wirkung zu entfalten. Der Kleister hält das Spüli quasi an der Wand.

 

5. Lassen Sie den Aufstrich ca. 5 Minuten einwirken und beginnen Sie dann mit einem Spachtel die Tapete zu entfernen. Konzentrieren Sie sich dabei zunächst auf die leicht zu lösenden Tapetenabschnitte, die "widerspenstigen" müssen eh noch mal mit der Spüli-Kleister-Masse und Stachelrolle behandelt werden. Wie gut sich die Tapete beim ersten Anlauf entfernen lässt, hängt stark von der Beschaffenheit Tapete ab. Tapeten, die mehrmals übergestrichen wurden, sind besonders zäh beim Entfernen, da sich Spüli-Kleister-Masse erstmal durch die verschiedenen Farbschichten "fressen" maus. Noch übler wird es, wenn abwaschbare Farbe verwendet wurde, was heute fast immer Fall ist. Da hilft nur Geduld.

 

6. Mindestens ein zweiter Anlauf nach oben beschriebenen Muster ist immer nötig, denn kaum eine Tapete lässt sich in einem Arbeitsgang komplett, also inkl. Untergrund (auch Makulatur genannt) lösen. Mit der Stachelwalze müssen darum die verbliebenen Tapetenreste kräftig aufrauhen und dann nochmals die Spüli-Kleister-Masse satt auftragen. Fünf Minuten einwirken lassen, dann die Tapete schwungvoll mit einem Spachtel beseitigen. Bei extrem hartnäckigen Stellen ist der Arbeitsvorgang wiederholen bis sich die Tapete löst.

 

7. Nachdem die Wände frei sind, ist der Fußboden übersät mit Tapetenresten Räumen Sie die großen Teile des Tapetenmülls mit der Hand in einen großen blauen Müllbeutel, die kleinen Tapetenfetzen und den Fusseldreck fegen Sie grob in die Mitte des Raumes. Lösen Sie die Abdeckplane von den Wänden falten die Plane von den Ecken aus zu Mitte sodass Sie die vier Ecken der Plane in der Hand halten und aus der Abdeckplane quasi ein Müllbeutel geworden ist. Diesen Müllsack befördern Sie in den großen blauen Müllbeutel...

...fertig!

 

TIPP: Tapeten entfernen ist eine supernervige und stupide Arbeit. Dagegen ist Türen- und Heizkörperlackieren Gold! Versüßen Sie sich diese schwere Zeit mit Musik, "laden" Sie Freunde ein und haben Sie für diese genug Getränke und Stullen parat.

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