Ein Wohnungswechsel steht an. Sie sind im Gedanken schon in Ihrer neuen Behausung, doch leider besteht der Vermieter Ihrer alten Wohnung noch auf Schönheitsreparaturen für die Sie weder Zeit geschweige denn Motivation haben, doch um die Sie nicht herumkommen.
Ob Sie wirklich nicht um diese Arbeiten herumkommen, gilt es zu prüfen. Die Rechtslage über das was im Detail gilt, ist unübersichtlich und kann auf diesen Seiten nicht geklärt werden. renovieren2000 geht davon aus, dass Sie sich für das Ausführen der Tätigkeiten entschieden haben. Ziel ist es darüber zu informieren, wie Sie bei einem Wohnungswechsel Ihre alte Wohnung schnell in den Zustand bringen den der Vermieter verlangt.
Im Zentrum dieser Seite stehen die Nerv-Klassiker bei einer Wohnungsübergabe: Das Lackieren von Heizkörpern, Türen, Zargen, Fußleisten und das Entfernen von Tapeten. Fällt Ihnen noch ein Nerv-Klassiker ein, so lassen Sie uns das bitte wissen.

RAUS AUS DER ALTEN WOHNUNG MIT WENIG AUFWAND

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Türen, Zargen und Fußleisten lackieren in maximaler Geschwindigkeit
Der Schock, wenn es heißt dass alle Türen, Zargen und Fußleisten gestrichen werden müssen, sitzt meistens tief. Dabei ist die Sache halb so wild, denn diese Lackarbeiten sind wirklich schnell erledigt. Umständliches Aushängen und Aufbocken der Türen, Abschleifen mit einer Schleifmaschine und Vorstreichen ist nicht nötig. Solche zeit- und dreckintensiven Mühen lohnen nur wenn Sie sichergehen wollen, dass der Anstrich die nächsten zwanzig Jahre hält. Nach der hier beschriebenen Methode hält der Anstrich je nach Qualität des Untergrunds drei bis sechs Jahre. Das langt für ihre Zwecke. Rechnen Sie mal so mal so mit ca. zwei Sunden pro Tür und erledigen Sie diese Arbeiten möglichst bei Tageslicht.
Wichtig: Prüfen Sie vorab, ob die zu lackierenden Türen, Zargen und Fußleisten grobe Schäden wie großflächige Lackaplatzungen oder Löcher aufweisen. Ist das der Fall, ist das ärgerlich, denn jetzt benötigen Sie mehr Zeit, da solche Schäden nur mit Spachtemasse behoben werden können und Spachtelmasse, je nach Umfang des Einsatzes, bis zu 12 Stunden zum durchtrocknen braucht. Berücksichtigen Sie diese Zeit bei Ihrem Zeitmanagement.
Benötigtes Material
Für das schnelle Lackieren von Türen, Zargen und Fußleisten (in Zukunft TZF) benötigen Sie ein und dasselbe Material:
1. Alkydharzlack in der gewünschten Farbe (beim Auszug also in der Regel weiß. Wir empfehlen den Farbton weiß-hochglänzend, der bei einer Wohnungsübergabe mehr Eindruck macht als z.B. weiß-matt). Bei der Wahl des Lackes nicht versuchen zu sparen, sondern den besten kaufen, also lieber 2-3 Euro mehr pro Dose ausgeben. Der teurere Lack lässt sich wesentlich besser verstreichen, es bilden sich keine sogenannten "Nasen" und er hat eine höhere Deckkraft, was Zeit und Nerven schont.
Alkydharzlack ist hochgradig deckend und es genügt ein gründlicher Anstrich. Vorstreichen ist nicht nötig. Achten Sie also darauf wirklich nur Alkydharzlack zu kaufen und nicht etwa Acrylharzlackl! Eine 750ml-Dose Alkydharzlack reicht für ca. 2 durchschnittlich große Türen. Wenn Sie nicht genau einschätzen können, wie viel Lack Sie benötigen, dann kaufen sie lieber zwei Lackdosen als Reserve ein, denn kaum etwas ist schlimmer als eine Zwangspause unter Zeitdruck. Die zuviel gekauften Dosen können nach Ende der Arbeiten im Baumarkt umgetauscht werden. Das gilt natürlich für alle Arbeitsutensielen, die nicht benutzt und noch original verpackt sind, also auf jeden Fall den Kassenbeleg gut aufbewahren!)
2. zwei vierteilige Lackier-Pinselsets mit Lackpinseln in verschiedenen Größen. Eigentlich brauchen Sie nur eins, aber ein zweites Set ist sollte in Reserve sein. Möglichst billige Sets, da die Pinsel am Ende eines Tages weggeworfen können. Spart mühsames Verdünnen der Pinsel mit Lösungsmittel. Wenn Sie die Pinsel wiederverwenden wollen, dann auf jeden Fall teurere kaufen.
3. ein Set Schaumstoffwalzen mit Bügel und Lackwanne für jeden Tag Arbeit (siehe oben)
4. 500g Anlauger (Pulver)
5. breites Abklebeband
6. jede Menge Zeitungspapier oder großflächige dünne Pappe
7. Terpentinersatz
8. ein wenig Spülmittel
9. einen Schwamm oder Lappen
10. einen großen Eimer (10 Liter)
11. Malerklamotten (also Kleidung, die ruhig Farb- bzw. Farbspritzer abbekommen darf)
12. einen Schraubenzieher (zum Abschrauben der Türklinken)
Nur wenn der zu streichende Grund größere Lackabplatzungen oder Löcher hat:
10. eine 400g-Tube Holz-Feinspachtelmasse.
11. zwei bis drei Blätter feines Schleifpapier.
Loslegen
1.Räumen Sie das Umfeld der Tür, Zargen und/oder Fußleisten (TZF) großräumig frei und säubern Sie es gründlich. Am besten gleich den ganzen Raum freimachen und säubern. Wenn Sie noch andere Sachen wie Tapetenentfernen erledigen müssen, dann erledigen Sie diese unbedingt vorher. Ein sauberes Umfeld ist für Lackarbeiten unverzichtbar. Nichts ist nerviger als festzustellen dass Staubfussel oder kleine Tapetenreste im Lack kleben.
2. Schrauben Sie die Türgriffe und Beschläge ab und bewahren Sie diese sorgfälltig inkl. aller Schrauben in dem Raum auf, in dem Sie lackieren. Wenn beim arbeiten durch einen dummen Zufall die Tür ins Schloss fällt, haben Sie so die Möglichkeit die Türklinke wieder anzubringen und die Tür zu öffen.
3. Füllen Sie den Eimer zur Häfte mit Wasser und fügen Spülmittel hinzu. Jetzt mit Schwamm oder Lappen die TZF sehr gründlich abwaschen.
4. Prüfen Sie die TZF auf Lackabplatzungen und auf Löcher oder Holzschäden. Werden Sie fündig, dann geht es weiter mit Punkt 5-7. Wenn nicht, springen Sie zu Punkt 8.
5. Nehmen Sie die Tube Holz-Feinspachtelmasse und tragen Sie diese auf die entsprechenden Stellen auf bis die Lücken und Löcher geschlossen sind und die Fläche wieder einigermaßen gleichmäßg ist (der Feinschliff folgt später). Mit Holzspchtelmasse können Sie sogar großflächige Lackabplatzungen wieder ausgleichen.
Lassen Sie die Spachtelmasse komplett durchtrocken, auch wenn sich dadurch ein Problem ergibt: Das Ausbessern mit Spachtelmasse führt zur einer zeitlichen Verzögerung von ca. 12 Stunden, da sie diese Zeit zum durchtrocknen benötigt und Sie nur auf durchtrocknetter Masse weiterarbeiten können.
6. Ist die Spachtelmasse gut durchgetrocknet, nehem Sie ein Blatt feines Schleifpapier und schleifen die gespachtelten Stellen noch einmal richtig glatt, so dass alle Unebenheiten beseitigt sind.
7. Wiederholen Sie im Anschluss Schritt 3. Machen Sie also nochmal gründlich sauber.
TIPP: wenn Sie feststellen, dass Sie an vielen Stellen Spachtelmasse auftragen müssen, dann richten Sie es so ein, dass sie einem Tag die TZF reinigen und den Spachtel auftragen und erst am Tag darauf mit Punkt 8. weitermachen.
8. Den gesäuberten Eimer wieder zur Hälfte mit warmen bis heißen Wasser füllen und das Anlaug-Pulver hinzuschütten. Schauen Sie dabei auf die Dosieranleitung auf der Packung und überschreiten die vorgeschlagene Dosis um ca. 1/3, denn eine ewtas stärkere Anlaugermischung ist von Vorteil. Der Anlauger rauht die Oberfläche der TZF an und macht bereitet so einen Untergrund vor, auf dem der Lack haften kann.
9. Schutzhandschuhe anziehen (der Anlauger ist hautreizend) und mit dem Schwamm den Anlauger satt auf die TZF auftragen. Ein Schwamm ist hier besser als ein Lappen, da sich duruch ihn Schaum bildet der besser an den "haftet" als Wasser und dadurch besser einwirkt.
10. Den Anlauger 30 Minuten einwirken lassen.
11. Die die TZF gründlich mit klaren Wasser abwischen und gut abtrocknen.
12. Den Boden unter den TZF großzügig mit Zeitungspapier oder ähnlichen abkleben, damit er keine Lackspritzer abbekommt. Bei Türen mit Fenstern auch diese sorgfälltig an den Rändern abkleben. Den Boden unter den Fußleisten kleben Sie am besten auf die Kante genau mit breiten Klebeband ab, welches Sie an der Leiste entlang kleben.
13. Eine Lackdose öffen, eine Schaumstoffwalze auf den dazugehörigen Bügel stecken und damit den Lack gründlich auf die TZK auftragen. Bei den Fußleisten den Lack jeweils mit einem Strich in jede Richtung auftragen. Genau so verfahren Sie bei den Zargen indem Sie de Lack mit der Schaumstoffwalze jeweils mit einem Strich nach oben und unten auftragen. Bei den Türen tragen Sie den Lack mit einem vertikalen und darauf eine horizontalen Strich auf. Nachdem Sie den Lack mit dieser sogenannten Kreuztechnink aufgetragen haben und ehe der Lack eine Chance hat anzutrocknen, nehmen Sie einen mit etwas Lack befeuchteten Lackpinsel und streichen über den Anstrich der Schaumstoffwalze in eine Richtung rüber und das der Länge nach. So wird der Lack gleichmaßig und ohne "tropfende Nasen" verteilt und Sie bekommen eine glatte Oberfläche.
TIPP: Sind versehntlich Lackspritzer auf dem Boden gelandet, dann keinesfalls versuchen diese sofort wegzuwischen. Damit machen Sie die Sache nur noch schlimmer. Lassen Sie Lackspritzer wie den Lack auf den Türen ausgiebig austrocknen und entfernen Sie ihn dann mit einem Spachtel. Das, was dann noch vom Lackspritzer übrigbleibt, können Sie ganz leicht mit Terpentinersatz abwischen.
14. Nehmen Sie einen kleinen Pinsel und bessern Sie damit die Stellen aus, die noch keinen Lack abbekommen haben. Das dürften jedoch nicht so viele sein, da die beschriebenene Methode in der Regel dafür sorgt, dass schon alles lackiert ist. Sind die zu streichenden TZK jedoch mit Ornamenten o.ä. verziert, müssen diese natürlich nochmal mit einem kleinen Pinsel lackiert werden, da eine Schaumstoffwalze nicht an solche Stellen rankommt.
15. Den Lack ca. 12 Stunden durchtrocknen lassen.
16. Erst wenn der Lack komplett durchgetrocknet ist, die Türklinken und die Beschläge wieder anschrauben.
17. Die Zeitungen und das Klebeband entfernen...
...fertig
Heizkörper unkompliziert und schnell lackieren
Das Lackieren von Heizkörpern wird immer wieder mit viel Arbeit in Verbindung gebracht. Das Gegenteil ist der Fall. Mit der unten stehenden Technik erledigen Sie diese Aufgabe schnell und trotzdem seriös. Und lassen Sie sich von niemanden einreden, dass ein Heizkörper zum Lackieren abgenommen werden muss. Das wäre vielleicht nötig, wenn Sie die Heizung mit einem Pinsel streichen wollen, aber nicht wenn, wie bei unserer Methode, Sprühlack verwendet wird, der sich auch in die kleinsten Zwischenräume einer Heizung legt.
Benötigtes Material
Für das schnelle Lackieren von Heizkörpern benötigen Sie
1. eine Dose Heizkörperlackspray für jeden Heizkörper und zwei Dosen in Reserve (zuviel gekaufte Dosen am Ende einfach beim Baumarkt umtauschen. Kassenbeleg aufbewahren!)
2. Anlauger (Pulver)
3. ein wenig Spülmittel
4. einen Schwamm und einen Lappen
5. ganz viel Zeitungspapier
6. breites Abklebeband
7. einen großen Eimer
8. ein Handtuch
9. Schutzhandschuhe
10. evtl. eine Atemschutzmaske
Loslegen
1. Den Eimer bis zur Hälfte mit warmen bis heißen Wasser füllen und Spülmittel hinzugeben und mit dem Schwamm oder Lappen die Heizung gründlich abwischen.
2. Die Heizung gründlich abtrocknen, den Eimer und Schwamm gründlich ausspülen.
3. Den Eimer wieder zur Hälfte mit warmen bis heißen Wasser füllen und das Anlaug-Pulver hinzuschütten. Schauen Sie dabei auf die Dosieranleitung auf der Packung und überschreiten die vorgeschlagene Dosis um ca. 1/3, denn eine etwas stärkere Anlaugermischung ist von Vorteil. Der Anlauger rauht die Oberfläche der Heizung an und macht bereitet so einen Untergrund, auf dem der Lack haften kann.
4. Schutzhandschuhe anziehen (der Anlauger ist stark hautreizend) und mit dem Schwamm den Anlauger satt auf den Heizkörper auftragen. Ein Schwamm ist hier besser als ein Lappen, da sich durch ihn Schaum bildet der besser an der Heizung "haftet" als Wasser und dadurch besser einwirkt.
5. Den Anlauger 30 Minuten einwirken lassen.
6. Die Heizung gründlich mit klaren Wasser abwischen. Der Anlauger dürfte noch so manch zähen Restdreck zu Tage gefördert haben.
7. Den Heizkörper gründlich abtrocknen.
8. Das Zeitungspapier und das Klebeband nehmen und Fensterbänke, Wände und Fußboden im direkten Umfeld der Heizung großflächig abdecken.
9. Eine Dose Sprühlack nehmen und diese ca. 3 Minuten lang kräftig schütteln.
10. Unbedingt im Raum die Fenster schließen, um Zugluft zu vermeiden, die den Sprühnebel aus Lack in die falsche Richtung wehen könnte.
11. Für die, damit atmen können, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, den Atmemschutz aufzusetzen. Für diejenigen, die mit so einem Ding nicht atmen können (ich gehöre auch dazu): Einfach ohne weitermachen, so schlimm wird es auch nicht. Einfach nicht so tief einatmen, dann geht das.
12. Mit dem Sprühlack aus ca. 20cm Entfernung gleichmäßig auf den Heizkörper sprühen. Immer horizontal und vertikal und diagonal im Wechsel (Kreuztechnik) bis die Heizung nahtlos mit Lack bedeckt ist. Sprühlack ist nicht nur deshalb so geeignet, weil das Lackieren damit so schnell geht, sondern vor allem, weil er sich leicht in die bei Radiatoren-Heizungen anzutreffenden Zwischenräume setzt. Diese sind mit einem Pinsel nur sehr schwer zu erreichen.
13. Kurze Pause machen und warten, bis sich sämtlicher Sprühnebel gelegt hat.
14. Nach Stellen Ausschau halten, die noch ein wenig Lack gebrauchen können und diese nachsprühen und wieder warten bis sich sämtlicher Nebel gelegt hat.
15. Denn Lack ca. 30 Minuten trocknen lassen.
16. Fenster öffnen und gut lüften.
17. Das Zeitungspapier entfernen...
...fertig!
TIPP: Mit dem oben empfohlenen Procedre benötigen Sie pro Heizkörper ca. eine Stunde. Wenn Sie auch noch Türen, Zargen und Fußleisten lackieren müssen und noch mehr Zeit sparen wollen, ist es sinnvoll den Vorgang des Reinigens und des Anlaugens im einen Arbeitsgang auch dort gleich mit durchzuführen, also die Türen, Zargen und Fußleisten gleich mit anzulaugen.
Vorbereitungen zum schnellen Renovieren
Gute Vorbereitung ist bei Renovierungsarbeiten das A und O und das vor allem, wenn man zeitlich unter Druck steht, was bei einer anstehenden Wohnungsübergabe meistens der Fall ist. Gute Vorbereitungen beinhalten vor allem ein gutes Zeitmanagement, eine gut durchdachte Einkaufsliste und ein gutes Personalmanagement bzw. die sinvoll organisierte Hilfe von Freunden und Bekanten. Was Sie im Vorfeld der Renovierungsarbeiten unbedingt beachten sollten, soll im Folgenden kurz skizziert werden.
Dinge die zu tun bzw. zu organisieren sind
1. Zeitplan: Listen Sie die Dinge auf die zu tun sind, erstellen Sie einen Zeitplan und kalkuieren Sie dabei einen Reserve-Tag ein und nehmen Sie sich in Ihrer Firma rechtzeitig ausreichenden Urlaub.
Wenn Sie nur schwer einschätzen können, wie viel Zeit Sie pro Arbeitsgang und insgesamt einplanen sollen, dann können Ihnen die folgenden Schätzwerte vielleicht helfen:
Tapeten entfernen: Vorrausgesetzt es ist eine Tapetenschicht zu entfernen die zwei bis dreimal mit abwaschbarer Farbe gestrichen wurde (der häufigste Fall) und wenn wir ein 20qm-Zimmer als Beispiel nehmen, dessen Decke nicht mit tapeziert wurde, benötigen Sie als Einzelperson für das Entfernen der Tapte einen Arbeitstag von ca. 10 Stunden. Sind mehrere Tapetenschichten zu entfernen ist eine Zeitschätzung schwer. Dafür müsste man wissen wie die jeweiligen Schichten beschaffen sind und das erfährt man leider erst beim Entfernen. Machen Sie vor Begin der Tätigkeit also unbedingt einen Testabriss der Tapete um in Erfahrung zu bringen mit wieviel Schichten Sie es zu tun bekommen. Handelt es sich um mehrere Schichten, dann planen Sie für einen 10qm-Zimmer auf jeden Fall zwei bis drei Tage. Ähnliches gilt, wenn auch die Decke tapeziert ist (plus 1 Tag).
TIPP: Tapetenentfernen ist eine Tätigkeit die rein grobmotorische Handgriffe erfordert und die nicht unbedingt bei Tageslicht erledigt werden muss. Sie können diese Arbeit gerne auf die Abend- oder Nachtstunden legen, also auf Zeiten, in den man nicht über sein volles Konzentrationsvermögen verfügt. Wenn Sie sich mit Kaffee u.ä. entsprechend puschen, sind das vielleicht sogar die besten Zeiten für diesen ungeliebten Job. Das Lackieren, vor allem dass der Türen, sollten Sie dagegen unbedingt auf die Tagstunden legen, wenn Sie konzentriert und die Wohnung hell ist.
NOCH EIN TIPP: Wenn das Entfernen von Tapeten verlangt wird, dann erledigen Sie das auf jeden Fall zuerst. Diese Arbeit kostet am meisten Zeit und erzeugt Unmengen von Dreck und Müll, der um um keinen Preis auf frisch lackierte Türen und Fußleisten fallen darf es sei denn, Sie möchten ein zweites Mal lackieren
Heizkörper lackieren: Für einen durchschnittlich großen Heizkörper benötigen Sie inkl. aller Vorarbeiten wie Säubern, Anlaugen und Abkleben in der Regel nur 60 Minuten. Auf diesen Wert ist eingermaßen Verlass, denn beim Lackieren von Heizungen gibt es selten böse Überraschungen und man kann dabei wirklich nicht viel verkehrt machen.
Tür lackieren: Eine durchschnittllich große Tür und der dazugehörige Rahmen (Zarge) ist inkl. aller Vorarbeiten wie wie Säubern, Anlaugen und Abkleben in ca. 2 Stunden lackiert. Auch auf diesen Wert ist einigermaßen Verlass, vorrausgesetzt Sie müssen an der Tür keine Ausbesserungen mit Spachtelmasse vornehmen. Der Einsatz von Spachtemasse verzögert die Sache um ca. 12 Stunden, denn so lange braucht die Masse um durchzutrocknen und bevor sie nicht durchgetrocknet ist, können Sie die entsprechende Stelle nicht glattschleifen und lackieren.
Fußleisten lackieren: Die Fußleisten eines 20qm-Zimmers sind inkl. aller Vorarbeiten wie wie Säubern, Anlaugen und Abkleben in ca. in ca. einer Stunde lackiert. Allerdings auch nur dann, wenn keine Spachtelmasse zu Einsatz kam (siehe Tür lackieren), was bei Fußleisten jedoch seltener der Fall ist.
Endreinigung: Bedenken Sie, dass eine Wohnung stets besenrein übergeben werden muss. Sie müssen also nicht die Fenster putzen, doch die Wohnung muss nach Ende aller Arbeiten noch einmal von Grund auf gereinigt werden. Wie lange Sie für diese Endreinigung benötigen hängt davon wie sauber Sie beim Lackieren gearbeitet haben. Vorrausgesetzt Sie haben sauber gearbeitet, können Sie für die Endreinigung ca 3 Stunden planen.
2. Personalplanung: Machen Sie eine gute Personalplanung. Loten Sie frühzeitig aus, wer Ihnen wann helfen kann und holen Sie sich die Hilfe vor allem für das Entfernen von Tapeten. Das ist defenitiv die nervigste und zeitintensivste Tätigkeit vor einer Wohnzngsübergabe. Türen und Heizkörper können Sie locker im Alleingang machen, doch beim Tapetenabkratzen kann man ganz schhnell ganz einsam werden.
3. Einkaufen: Nehmen Sie sich Zeit für einen gut durchdachten Einkaufszettel. Prüfen Sie was Sie alles im Baumarkt kaufen müssen und kalkulieren Sie nicht zu knapp sondern eher zu großzügig. Überschüssiges Material können Sie später problemlos zum Baumarkt zurückbringen. Ein Problem haben Sie aber, wenn Sie mitten beim Arbeiten feststellen dass Sie z.B. zu wenig Lack gekauft haben und das am besten noch an einem Sonntag.
4. Richten Sie sich ein: Da Sie aus der Wohnung rauswollen und nur noch die auferlegten Schönheitsreperaturen durchführen müssen, ist davon auszugehen, dass die Wohnung leer ist. Da Sie aber so ohne alles in der Wohnung nicht arbeiten können, sorgen Sie dafür, dass folgende Dinge in der Wohnung vor Begin der Arbeiten präsent sind:
- ausreichend Beleuchtung, also genügend Steh- und Klemmlampen mitbringen
- eine Stromverlängerung, damit Sie die Lampen auch wie gewollt aufstellen können
- eine Garnitur Kleidung die Sie beim Arbeiten verwenden und die nach Abschluss der Arbeiten wegwerfen können
- ein Stück Kernseife
- Handtücher
- Klopapier
- Mülltüten
- alles was Sie für die Endreinigung der Wohnung und zum Saubermachen zwischendurch benötigen, also einen Besen, Handfeger und Schaufel, Schrubber, Feudel, Schwämme und Lappen, Reinigungsmittel, Terpentinersatz, große blaue Müllbeutel.- ausreichend Essen und Getränke
- eine Thermoskanne Kaffee
- ein Radio (am besten eines mit CD-Player, weil Radiohören manchmal nervt)
Das wars. Jetzt ran an den Speck und keine Panik! Befolgen Sie die Tipps dieser Seite, kann eigentlich nichts schiefgehen.
Tapeten entfernen in maximaler Geschwindigkeit
TIPP: Müssen Sie neben dem Tapetenentfernen auch Türen usw. lackieren? Dann unbedingt zuerst die Tapeten entfernen und alle anderen Arbeiten erledigen, die Dreck machen. So ersparen Sie es sich , die Lackarbeiten evtl. ein zweites Mal durchführen zu müssen.
Benötigtes Material
Für das schnelle Entfernen von Tapeten benötigen Sie
1. eine große Flasche Spülmittel
2. eine 500g-Packung Tapetenkleister (klingt komisch, aber wird später erklärt)
3. einen Spachtel
4. einen Quast
5. eine Stachelwalze
6. einen großen Eimer (10 Liter)
7. große und stabile blaue Müllsäcke. Mindestens zwei pro 15qm-Zimmer.
8. eine Abdeckplane pro Zimmer (möglichst stabile und fester aufliegende, also nicht die billigste Plane kaufen!)
9. breites Klebeband
10. einen Kaffeebecher
11. genug Bier und Kaffee, belegte Brötchen und Geduld
Loslegen
1. Fußleisten abnehmen falls abnehmbar und wenn sich dahinter Tapete befindet.
2. Decken Sie den Fußboden mit einer Abdeckplane ab und befestigen Sie diese gründlich an den Zimmerrändern. Das erspart Ihnen am Ende eine mühsame Bodenreinigung.
3. Füllen Sie 10 Liter warmes bis heißes Wasser in einen Eimer und gießen Sie einen halben Kaffebecher Spülmittel hinzu und rühren um bis es sich gut verteilt hat und schütten Sie dann einen halben Kaffebecher Tapetenkleisterpulver in den Eimer und rühren um bis sich eine etwa dickflüssige, leicht schaumige Flüssigkeit gebildet hat. Sie werden feststellen, dass die Spüli-Kleister-Masse eben dickflüssig, jedoch nicht klebrig ist. Genau so soll es sein.
4. Tragen Sie die Spüli-Kleister-Masse mit einem Quast gleichmäßig und satt auf die Tapete auf. Der Mix aus Kleister und Spüli bewirkt, dass die Flüssigkeit nicht sofort wieder an der Wand hinunterläuft und das Spüli überhaupt erst die Gelegenheit hat seine tapetenlösende Wirkung zu entfalten. Der Kleister hält das Spüli quasi an der Wand.
5. Lassen Sie den Aufstrich ca. 5 Minuten einwirken und beginnen Sie dann mit einem Spachtel die Tapete zu entfernen. Konzentrieren Sie sich dabei zunächst auf die leicht zu lösenden Tapetenabschnitte, die "widerspenstigen" müssen eh noch mal mit der Spüli-Kleister-Masse und Stachelrolle behandelt werden. Wie gut sich die Tapete beim ersten Anlauf entfernen lässt, hängt stark von der Beschaffenheit Tapete ab. Tapeten, die mehrmals übergestrichen wurden, sind besonders zäh beim Entfernen, da sich Spüli-Kleister-Masse erstmal durch die verschiedenen Farbschichten "fressen" maus. Noch übler wird es, wenn abwaschbare Farbe verwendet wurde, was heute fast immer Fall ist. Da hilft nur Geduld.
6. Mindestens ein zweiter Anlauf nach oben beschriebenen Muster ist immer nötig, denn kaum eine Tapete lässt sich in einem Arbeitsgang komplett, also inkl. Untergrund (auch Makulatur genannt) lösen. Mit der Stachelwalze müssen darum die verbliebenen Tapetenreste kräftig aufrauhen und dann nochmals die Spüli-Kleister-Masse satt auftragen. Fünf Minuten einwirken lassen, dann die Tapete schwungvoll mit einem Spachtel beseitigen. Bei extrem hartnäckigen Stellen ist der Arbeitsvorgang wiederholen bis sich die Tapete löst.
7. Nachdem die Wände frei sind, ist der Fußboden übersät mit Tapetenresten Räumen Sie die großen Teile des Tapetenmülls mit der Hand in einen großen blauen Müllbeutel, die kleinen Tapetenfetzen und den Fusseldreck fegen Sie grob in die Mitte des Raumes. Lösen Sie die Abdeckplane von den Wänden falten die Plane von den Ecken aus zu Mitte sodass Sie die vier Ecken der Plane in der Hand halten und aus der Abdeckplane quasi ein Müllbeutel geworden ist. Diesen Müllsack befördern Sie in den großen blauen Müllbeutel...
...fertig!
TIPP: Tapeten entfernen ist eine supernervige und stupide Arbeit. Dagegen ist Türen- und Heizkörperlackieren Gold! Versüßen Sie sich diese schwere Zeit mit Musik, "laden" Sie Freunde ein und haben Sie für diese genug Bier und Stullen parat.